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Bärlauch ein Kraftspender aus der Natur

 

Bärlauch ( Allium ursinum) ist einer meiner Lieblingspflanzen. Diese kleine, recht unscheinbare Pflanze ist nicht nur ein absoluter Gaumenschmaus, Nein: Bärlauch kann weitaus mehr. Deshalb widme ich dieser besonderen Pflanze heute meinen 4. Blogbeitrag.

 

Bärlauch gehört zu den kräftigen Bärenpflanzen. Der Bär war bei unseren Vorfahren ein Seelentier. Seelentiere verkörperten sich in bestimmten Pflanzen und übertrugen so ihre Kraft auf sie. Früher war man im Glauben, der Bär frisst nach einem langen Winterschlaf zuerst einiges von dem Bärlauch, um wieder zu Kräften zu kommen. So ordnete man bestimmten Heilpflanzen, bestimmte Tiere zu. Ob der Bär nun wirklich direkt als erste Tat den Bärlauch fraß , bleibt dahin gestellt. Nach einem langen Winter ist Bärlauch jedenfalls ein potentes Heilmittel, denn er stärkt und wärmt den Körper, vitalisiert und reinigt . Er besitzt also alle hervorragenden Eigenschaften , um nach einem langen Winterschlaf voll zu Kräften zu kommen. So setze ich Bärlauch den gesamten Frühling über bei Mensch und Hund ein.

 

Lateinischer Name : Allium ursinum!

Das der Bärlauch eine besondere Pflanze ist, zeigen schon alleine seine vielen weiteren Namen, wie z.B. Bärenkraut, Hexenknofel, Bärenlauch, Waldknoblauch, Wurmlauch, Zigeunerlauch, Ramson, wilder Knoblauch und Hexenzwiefel

 

Der Bärlauch ist heutzutage eine beliebte , häufig kultivierte Gartenpflanze. Er ist in der Natur weit verbreitet und wächst wild in Europa, Nordasien und Nordamerika. Er wächst bevorzugt in schattigen und nährstoffreichen Laub und Mischwäldern. Bärlauch ist eine Pflanze, die sich selber mag. So findet man ihn selten allein.

Bärlauch gehört zur Familie der Amaryllisgewächse und lässt sich , je nach Region, von März- Juni ernten. Auffallend ist sein starker knoblauch-artiger Geruch.

Verwenden lassen sich die Blätter, Blüten und die Samen, wobei man zum Verzehr meist die Blätter nimmt. Diese sollte man ernten, bevor die Pflanze blüht, da sie so am wirksamsten ist. Ebenso verliert Bärlauch getrocknet seine Wirkung. Wenn man das ganze Jahr von seiner Wirkung profitieren möchte, empfehle ich ihn in Öl einzulegen, oder ein Pesto herzustellen. So lässt er sich ohne Geschmacksverlust konservieren. Ich friere den Bärlauch auch gerne ein, so hält er sich circa 1 Jahr, bis zur nächsten langersehnten Saison.

Die Blüten eignen sich hervorragend zur Beigabe im Salat, denn sie sehen zusätzlich noch hübsch aus.

Unreife grüne Bärlauchsamen können frisch wie grüner Pfeffer verwendet werden. Sind die Samen bereits ausgereift, können Sie sie trocknen und vermahlen und zum würzen benutzen.

 

Frisch zubereitet kann man den Bärlauch verarbeiten als Bärlauchsuppe, im Salat, als Gewürz im Kräuterquark oder als Kräuterbutter. Schmecken tut er auch hervorragend als Bärlauchaufstrich auf dem Brot, oder als Bärlauch- Gnocchi.

 

Achtung: Jedes Jahr schaffen es Personen, den Bärlauch zu verwechseln, obwohl er eigentlich relativ leicht von anderen Pflanzen zu unterscheiden ist. Wenn er verwechselt wird, dann mit Maiglöckchen, oder Herbstzeitlose. Achtung  beide Pflanzen sind stark giftig.

 

Wenn Sie folgende Punkte beachten, ist es schwer möglich eine solche Verwechslung zu begehen.

  • Bärlauch riecht intensiv nach Knoblauch

  • die Pflanze wird bis zu 30cm groß

  • Die grünen Samen sind während der Blütezeit in den einzelnen Blüten zu finden

  • Bärlauchblätter quietschen beim Reiben zwischen den Fingern

  • Bärlauchblätter kommen direkt aus dem Boden, jedes Blatt ist einzeln gestielt

  • Bärlauch hat einen ausgeprägten Mittelnerv

  • Die Oberseite ist glänzend, die Unterseite matt

  • Bärlauchblätter sind dünner und matter als Maiglöckchen/ Herbstzeitlose – Blätter

  • Maiglöckchenblätter bilden zu zweit einen Stängel

  • Herbstzeitlose wachsen auf Wiesen und nicht im Wald

  • Herbstzeitlose haben keinen Mittelnerv

 

 

Inhaltsstoffe:

Bärlauch enthält reichlich

  • Eisen und Schwefel

  • Vitamin C

  • Magnesium und Mangan

  • hat den höchsten Gehalt an ätherischen Ölen

 

Die Wirkung des Bärlauchs ist sehr vielfältig:

  • blutreinigend

  • adstringierend

  • entzündungshemmend

  • tonisierend

  • schleimlösend

  • anregend

  • antibiotisch

  • harntreibend

  • schweißtreibend

 

Anwendungsgebiete:

aus den zahlreichen Wirkungen des Bärlauchs ergeben sich viele Anwendungsgebiete. Sein wichtigstes Anwendungsgebiet ist die heilende Wirkung auf die Blutgefäße. Cholesterinspiegel werden gesenkt, Blutgefäße werden elastischer und Arteriosklerose kann gemindert werden.

Weitere Anwendungsgebiete:

  • Erkrankungen der Atemwege ( Asthma, Bronchitis oder Husten- schleimlösend)

  • Verdauungsbeschwerden ( Blähungen, Verstopfung, Durchfall, Würmer,Appetitlosigkeit)

  • Stoffwechsel ( Rheuma, Stoffwechsel anregend, Frühjahreskur, Frühjahrsmüdigkeit)

  • Kreislaufsystem ( Hypertonus, Arteriosklerose , Schlaganfall und Herzinfarkt)

 

Anwendung beim Hund:

Ich persönlich nutze Bärlauch in geringen Mengen sehr gerne bei meinen Hunden und mache mir die zahlreichen positiven Eigenschaften durchaus auch bei den Hunden zu nutzen. Ich verwende den Bärlauch gerne als :

Frühjahreskur klein geschnitten und püriert mit im Obst/ Gemüsemix. Man kann ihn aber auch als Öl oder Pesto mit dem Futter verabreichen.

Parasitenabwehr gerne als Tinktur über eine Woche

Antibiotische Eigenschaften frischer Bärlauch ins Futter geben

Krebstherapie frischer Bärlauch zur ernährungsphysiologischen     Unterstützung

Ohrentzündungen als Bärlauchöl

Antiseptikum bei kleineren Wunden als Bärlauchöl

Immunsystem stärken als Bärlauchöl

Cholesterin und Triglycerid-werte senken als Bärlauchöl

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